Für C.

Liebe ist nicht immer einfach. Liebe ist nicht immer rosarot.
Liebe ist manchmal herzzerreißend, schwierig und viel Arbeit.
Wie viel einfacher wäre es manchmal einfach aufzugeben und das Schwierige hinter sich zu lassen.
Aber wenn einer verliert, verlieren beide. Deshalb ist aufgeben keine Option. Selbst in finsteren Stunden weiss ich, dass ich ohne dich nicht sein will.
Dass das Leben mit dir an meiner Seite heller, bunter, sanfter ist.
Und deswegen habe ich mir selbst ein Versprechen gegeben.
Ich werde dich lieben in deinen schwächsten, sowie in deinen stärksten Momenten.
Ich werde dich lieben wenn du glücklich bist, und ich werde dich lieben wenn du traurig bist.
Ich werde dir zuhören. Ich werde mit dir weinen und mit dir lachen. Ich werde für dich da sein, wenn du mich brauchst.
Ich werde hier sein. Auch wenn es manchmal unbequem ist. Selbst wenn ich einfach nur weglaufen möchte, werde ich hier sein.
Denn das einzige was zählt ist die Liebe zueinander und dass wir nie Zweifel aneinander haben.
Ich liebe dich mit deiner Unperfektheit, die dich für mich so perfekt macht.

 

Liebe ist…

Was ist Liebe?

Liebe ist, wenn ich für ihn Kürbiskerne kaufe, obwohl ich sie selber nicht so gerne mag.
Liebe ist, wenn er sich, nachdem ich nach Hause gekommen bin, eine Stunde lang die Details meines Arbeitsalltags anhört.
Liebe ist, wenn er mir alles über sein neuestes Projekt erzählt und mir seine Begeisterung zeigt.
Liebe ist, die vielen kleinen Küsse beim gemeinsamen Fernsehgucken.
Liebe ist, händchenhaltend einzuschlafen.
Liebe ist, nebeneinander still zu sein.
Liebe ist, auf einer Parkbank sitzen und den Kopf auf die Schulter des anderen zu legen.
Liebe ist, dem anderen Raum zu geben.
Liebe ist, vom anderen zu lernen.
Liebe ist in so vielen Momenten des Tages, in so vielen Gesten, in so vielen worten.
Nicht immer ist es ein „Ich liebe Dich“, manchmal ist es ein „Ich helfe dir“, „Ich bin da für dich“, „Ich nehme dich so an wie du bist“.
Liebe ist manchmal un-sagbar, aber niemals un-machbar.

Früher dachte ich, Liebe müsse laut und sichtbar sein, voller großer Gesten und lautstarken Beteuerungen. Nach außen getragen und sich darstellend.
Heute weiß ich, dass Liebe leise und kaum sichtbar ist, nur zwischen zwei Menschen, ohne das präsentieren nach außen.
Es ist der Blick in die Augen des anderen, der einem das Gefühl von Tiefe, Verständnis, Begehren und Geborgenheit gibt. Es sind die gemeinsamen Erinnerungen und Erlebnisse. Es ist das Lachen über etwas, dass nur die beiden verstehen. Es ist das leise Flüstern in der Nacht, vor dem Einschlafen. Es ist dieses „Es-wird-alles-wieder-gut-Gefühl“ , wenn man den anderen umarmt.
Liebe ist das Band zwischen zwei Menschen, das erlaubt, sich weit weg zu bewegen und doch immer wieder heimkehren zu dürfen.

So weit weg…

Mein Kind schläft friedlich in seinem Bett und ich liege unruhig in meinem. Und warte auf eine Nachricht. Von meinem Freund. Der in Berlin ist. Nein, nicht auf Urlaub oder Geschäftsreise, sondern er lebt dort. Wir haben eine Fernbeziehung und das schon seit wir uns kennen. Wir kennen es nicht anders, als so wie es gerade ist. Das heißt aber nicht, dass es deswegen leichter ist.
Fernbeziehungen haben ganz klar einige Vorteile. Man hat viel Zeit für sich selbst, seine Freunde und Familie. Man muss den Alltag nicht aufteilen zwischen dem Partner, den Freunden und seinen eigenen Bedürfnissen.
Die Vorfreude hilft über die Zeit der Trennung hinweg und das Wiedersehen ist jedes mal wieder prickelnd und aufregend.
Aber es gibt natürlich auch Nachteile. In einer Fernbeziehung lässt sich vieles verstecken. Eigenschaften und Verhaltensweisen des anderen sieht man ja oft gar nicht, eben weil man nicht so viel Zeit miteinander verbringt. Man ist zwar zusammen, aber die meiste Zeit sieht man sich gar nicht.
Wenn Sehnsucht zu groß ist, kann man sich nicht einfach schnell treffen. Man ist auf das Handy angewiesen. Whats App ist wohl mein wichtigstes Kommunikationsmittel geworden.
Und dann ist da noch diese böse Erwartungshaltung, die jedes Wiedersehen problematisch macht. Denn natürlich will man, dass die Zeit, die man dann miteinander verbringt „perfekt“ ist. Ist sie aber nicht. Denn aufgrund der Erwartungen, die man an sich selber und den Partner hat, kommt es zu Frustration und in Folge dessen oft auch zu Streit.
Das ist übrigend mein größter Schwachpunkt in unserer Beziehung. Meine Erwartungen, die in den wenigstens Fällen erfüllt werden.
Ganz zu Beginn unserer Beziehung habe ich mir jedes Mal frei genommen, wenn mein Freund kam. Um nur ja keine Minute zu vergeuden. Damit habe ich mittlerweile aufgehört. Zum einen, weil auch ich nur begrenzt Urlaubstage habe, und zum anderen, weil es nun mal nicht das richtige Leben ist. Und genau das will ich ja mit meinem Freund leben, genau das will ich erproben. Denn sollten wir mal über den Status einer Fernbeziehung hinauskommen, dann sollte ja sichergestellt sein, dass unser gemeinsames Leben authentisch, wahr und alltagstauglich ist. Und keine Märchenwelt, in der der eine den anderen gar nicht wirklich kennt.

Manchmal ist es schwer aus der Märchenwelt, die man sich in seinem Kopf kreiert hat auszubrechen. Ich muss weggehen von den Erwartungen, von all den „sollte“, „müsste“ und „könnte“ . Ich will bei dem „es ist so“ ankommen und dort bleiben. Und glücklich damit sein.

Die Tage laufen…

Eigentlich sollte man, wenn man einen Blog betreibt, zumindest einmal in der Woche etwas veröffentlichen. Puh, bei mir ist es ein Jahr her und wenn ich so nachdenke, kommt es mir vor wie eine Woche. Da aber ohnehin hier niemand mitliest, habe ich wenig schlechtes Gewissen. Das ist der Vorteil eines nicht besuchten Blogs. Warum also überhaupt etwas schreiben? Hmmm, so recht klar ist mir das auch nicht. Ich denke, ich schreibe einfach um des Schreibens willens und nicht um des Lesens. Als eine Art Therapiemaßnahme und nicht zur Unterhaltung von irgendjemandem. Schreiben therapiert mich. Hat es schon immer getan. Die Worte auf Papier (oder auf den Bildschirm zu bringen) hat eine erleichternde Wirkung auf mich. Die Gedanken kommen raus, nehmen Gestalt an und sind dann ausgesprochen. Und sobald sie ausgesprochen, oder wie in meinem Fall, niedergeschrieben sind, sind sie weniger belastend bzw. kommt Licht in die Sache. Also, mein Vorsatz (dazu brauche ich nicht das Neujahr) ist, wieder öfter alles nieder zuschreiben und damit beginne ich heute. An diesem grauen Novembertag, der mich trotz allem glücklich macht. Den der Flow ist einfach da…alles läuft irgendwie (wenn auch manchmal unrund, aber es läuft). Es gibt immer noch Unzufriedenheiten, aber die Einstellung macht´s. Für mich scheint die Sonne, jeden Tag. Auch wenn sie nicht scheint!

Was die Sommernächte bringen…

Eine laue Sommernacht, die Grillen zirpen, ein leichtes Lüftchen streicht über mich hinweg, bringt den Duft von Sommer, Erde, Sehnsucht herein. Laue Sommernächte erinnern mich an früher, an meine kleine Dachgeschosswohnung in einer anderen Stadt. Erinnern mich an mein früheres Leben, an schöne Zeiten, an traurige Zeiten, an Freiheit, Unbekümmertheit, Verheißungen. An lauen Sommernächten, wenn ich nicht schlafen kann, träume ich mich zurück an diesen Ort und diese Zeit. Denke an Sommernächte, die mal waren und nicht mehr sind. Und habe dabei ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich ein kleines bisschen Sehnsucht verspüre, nach einer Zeit, nach einem ICH, dass vor meinem Kind war. Wie kann ich mich nur nach etwas sehnen, dass vor ihm da war? Kann das sein, darf das sein, muss das sein? Es soll sein! Das leise Sehnen nach der Unbekümmertheit. Nach dem Gefühl des „Nur-um-sich-selbst-Sorgens“, das mir damals so überwältigend erschienen ist, nichtsahnend wieviel schwerer die Sorge um jemand anderen ist, der einem so viel wertvoller ist, als man sich selbst. Sehnen nach dem Gefühl der Planlosigkeit, nach dem „Was-solls-das-mach-ich-spontan“-Gefühl, von dem man damals glaubte, dass man es gar nicht hatte und dass man somit auch nicht zu schätzen wusste.

Es ist okay sich zu sehnen und dabei sanft einzuschlafen mit dem Wind, der über einen hinwegstreicht. Morgen früh ist wieder alles beim Alten. Die Sehnsucht ist eine laue Sommernacht entfernt, ich werde mich beim Weckerläuten zu meinem Sohn umdrehen und froh, glücklich und dankbar sein über mein jetziges Leben und mein jetziges Ich. Dann sehne ich mich nach den Händen, die mir übers Gesicht streichen und nach dem dicken, feuchten Kuss, mit dem er mir ein gut gelauntes „Guten Morgen Mami“ ins Ohr flüstert.

Und da bin ich…

Ich schreibe dies hier nicht etwa an meinem fancy Schreibtisch mit Blick auf den Garten und die untergehende Sonne, auch nicht mit einem eisgekühlten Glas Wein neben mir und auch nicht toll gestylt. Nein, ich schreibe das hier, während ich quer über meinem Bett liege, in Schlafklamotten, die keine sind und auch nicht zusammenpassen, während mein Kind im Bett neben mir liegt,  der Ventilator über mich hinwegpustet und mir so zumindest etwas Abkühlung verschafft. Also um es kurz zu machen: Ich sehe weder hip aus noch mache ich hippe Sache, über die ich schreiben könnte.Das ist mein Leben und das ist der Inhalt dieses Blogs. Das Leben einer Singlemama, die viel, aber nicht alles auf die Reihe kriegt. Die beim Schreiben dieser Zeilen durchaus die Schreibszenen mit Carry in „Sex and the City“ im Kopf hat und dabei von dieser Szenerie doch so weit entfernt ist, wie ihr Bett von New York City.

Und warum ich hier diese Zeilen schreibe, statt gemütlich meinen Krimi im Bett zu Ende zu lesen ist meiner Freundin und Arbeitskollegin geschuldet. Die hat mich nämlich letzte Woche davon überzeugt, einen Blog zu starten. Ihrer Meinung nach hätte ich nämlich viel zu sagen…Na mal sehen. Aber genau das tue ich jetzt. Völlig ahnungslos, was ich mache, warum ich es mache und mit der Frage im Kopf, ob das, was ich hier schreibe überhaupt jemanden interessiert.

Aber falls es dann doch jemanden interessiert, werde ich Euch kurz darüber informieren, wer hier so völlig unprätentiös mit diesen Zeilen in Eure Gedanken eindringt.

Ich bin 39 (und jetzt musste ich grade wirklich überlegen…:-)) Jahre alt, habe eine dreijährigen Sohn, der der Dreh- und Angelpunkt meines Alltags ist. Eigentlich hatte ich beruflich mal viel mit Sprache zu tun und schon als kleines Kind wollte ich schreiben.  Ich bin alleinerziehend, extrem strukturiert und durchorganisiert. Und trotzdem kommt es oft anders, als ich plane. Aber das ist okay. So schreibt das Leben seine Geschichten.

Also, vielleicht hast du Lust ab und zu mal hier reinzuschauen. Ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen! Nun aber ist Schluss für heute, mein Krimi wartet!